Nicht nur in Bochum

Neuanfänge 2019/20

Im Herbst beginnen an verschiedenen Theatern neue Intendanzen. Die spektakulärste steht sicherlich am Wiener Burgtheater an, wo der bisherige Münchener Staatstheaterchef Martin Kusej Direktor wird.

In Bochum werden bei diesem Wechsel immer Erinnerungen wach an die Neuanfänge von Claus Peymann und Matthias Hartmann an der Donau.  Beim Peymann-Beginn war noch so, dass große Teile des Publikums das Hochdeutsch der Neuengagierten befremdlich fanden. Es dauerte, bis man sich mit der hochdeutschen Sprache von Gert Voss, Kirsten Dene, Martin Schwab oder Traugott Buhre angefreundet hatte. 33 Jahre später verkündet der neue Chef: „Das Burgtheater wird sich also fortan und endgültig nicht mehr als „teutsches Nationaltheater“ begreifen, das nur mit einer Zunge spricht und nur auf einem Ohr hört.“  Die Internationalität  des Ensembles ist in Wien zukünftig ebenso Programm wie bei Johan Simons in Bochum.

Zu den Schauspielern, die neu ans Burgtheater engagiert werden, gehören auch zwei ehemalige Bochumer: Felix Rech und Johannes Zirner.

Felix Rech zeigte seine Schauspielkunst auf unserer Bühne von 2010-2016. In zahlreichen Inszenierungen von Anselm Weber („Aus dem bürgerlichen Heldenleben“, „Ein Mann will nach oben“ …) oder Roger Vontobel („Nibelungen“, „Hedda Gabler“ …)spielte er zentrale Rollen.

Johannes Zirner  war in den letzten Jahren der Intendanz Matthias Hartmanns Mitglied des Ensembles. Sein Debut gab er als Mogli im „Dschungelbuch“, später gefiel er nicht nur den jungen Theaterbesucher*innen als Romeo in der Inszenierung von David Bösch (2004).